Sonntag, 8. Mai 2011

FREI DENKEN

Unterricht im Freidenken
                                                                                                                                                                                                                           

Das freie Denken ist für die meisten Menschen nicht möglich weil sie gar nicht wissen was das ist. Und wieder möchte ich einige Beispiele von mir selbst darstellen um das Freidenken klarzustellen. Denn freies Denken ist keine Angelegenheit von Genies.

Ich selbst habe das Freidenken schon sehr früh praktiziert. Am Anfang im Kindergarten bin ich damit unangenehm aufgefallen weil ich mit kindlicher Naivität hinterfragte. Aber da wurde meine unliebsame Fragerei nicht ernstgenommen. Erst in der Schule bekam ich Schwierigkeiten und wurde zum Schweiger. Aber ich bildetete mich selbst meinem Bewusstseinszustand entsprechend weiter. Und dies führe ich noch heute durch. Ich bin also immer auf dem neuesten Stand. Und durch die vielseitige Selbstbildung und den gewonnenen Überblick dadurch ist es mir möglich komplizierte Sachverhalte zu durchschauen und auf einen einfachen Nenner zu bringen.

Ich blicke also durch! Das Lebensdickicht ist für mich durchsichtig geworden. Und das durch meine vielseitige Allgemeinbildung. Und deshalb ist vielseitiges, autodidaktisches lernen für Freidenker von grundlegender Bedeutung. Die Schulbildung ist da nur zum Teil wichtig. Zumeist behindert sie sogar das freie Denken. Und Menschen die sich kritiklos der Schulbildung anschliessen werden niemals Freidenker werden. Oder nur sehr schwer. Besonders Oberlehrer haben da so ihre Probleme damit. Und deshalb sind sie in der Politik am häufigsten anzutreffen. Es sind gewohnheitsmässige Nachschwätzer geworden. Beliebt natürlich bei den wahren Machern und Befehlshabern die sich ihren Namen niemals mit der Politik beschmutzen würden. Aber auch diese Macher sind keine Freidenker. Sie sind gebunden an jahrtausendealte Traditionen.

Echte Freidenker können sich in allen Berufen und Berufungen verstecken. Hauptsächlich hinter ihren Berufungen. Wenn sie sich versklaven und studiert sind, was immer das auch ist, können sie auch sehr erfolgreich sein. Aber meistens verachten sie die heutigen Systeme und werden Aussenseiter, so wie ich. Aber so langsam bekommen sie durch das Internet eine Stimme. Denn Aussenseiter werden mit ihrem freien und unkonventionellen Lebensstil meist nicht ernstgenommen. Erst durch das anonyme Internet bekomme ich  zum Beispiel Rückmeldungen. Früher, in so manchen Diskussionen, wurde ich schnell zum Spinner erklärt. Viele Infokrieger kennen dieses Gefühl auf Dummheit und Ignoranz einzuschwätzen. Es ist besser man tauscht sich mit seinesgleichen aus. Auch hier sind natürlich die Meinungen verschieden, aber man wird ernst genommen wenn man eine gewisse Höflichkeit bewahrt. Auch bei hitzigen Kommentargefechten. Man sollte diesen letzten Satz sehr ernst nehmen. Sonst macht man die gleichen Fehler wie die engstirnigen Stammtischbrüder. Andersdenkende ankeifen wo es nur geht.

Freidenker findet man also fast nie in engen, spezialisierten Bereichen. Und wenn, dann haben sie fast immer ein heimliches oder auch offenes Interessegebiet um einen intellektuellen Ausgleich zu haben. Goethe war so ein überaus gesellschaftlich erfolgreicher Freidenker. Sogar die Politik hat ihn nicht versaut. Ein erstaunliches Phänomen. Ich bewundere solche Menschen. Ich selbst kann niemals gesellschaftlichen Anschluss finden weil mich die Systeme: Politik, Religion und das Geldanbeten anwidern. Ich benütze natürlich notgedrungen das Geldsystem, aber dann sind die Berührungspumkte nicht gegeben. Und ich lebe konsequent danach.

Übrigens, man ist Freidenker, oder man ist es nicht! Zwischenstufen gibt es keine. Aber natürlich drücken sich Freidenker in ihrem Lebensstil sehr verschieden aus. Nur in ihren öffentlichen Äusserungen kann man sie erkennen. Und es werden immer mehr. Dank Internet!

1 Kommentar:

  1. Sehr gut! DANKE für diesen Kommentar.

    Ich denke da wohl wie der alte Fritz (König von Preußen), der sagte: "Jeder soll nach seiner Fasson selig werden." Vorausgesetzt, er lässt dem anderen auch seine Freiheit." Das ist jedoch nicht immer so.

    Die Geschichte zeigt, dass immer wieder Menschen wegen Religion, oder geäußerten Gedanken, getötet und/oder verfolgt werden. Ich denke da an Sokrates, Jesus, die Christen, die Juden, die Katharer, die Hugenotten etc. etc und an die vielen Menschen, die während der Inquisition ihr Leben verloren haben. Der Gründe dafür waren Machtinteressen, Manipulation der Menschen; aber oft auch nur Dummheit, Desinteresse und Unkenntnis.

    Wenn der Mensch von klein auf mit "Scheuklappen" aufwächst, will sagen, nur in einer Denkrichtung, in einer Religion, oder einer Ideologie erzogen wird, fällt es ihm schwer das Anerzogene zu hinterfragen. Er kann auch den Andersdenkenden nicht verstehen. Hinterfragt er das Anerzogene, steht er vor einem "Abgrund"; dann muss er etwas suchen, an dem er sich "festhalten" und/oder wieder aufrichten kann. Es braucht viel Mut und viel Kraft um die anerzogene Lehre anzuzweifeln. Dieses Hinterfragen kann jedoch jeder lernen - je früher, um so besser.

    Viele Probleme und Konflikte könnten wir vermeiden, wenn die Menschen schon sehr früh das freie und logische Denken lernen würden. Damit will ich sagen, dass es gut wäre, wenn Kinder in der Schule, außer Rechnen und Schreiben, auch einen so genannten Ethikunterricht hätten, in dem sie die verschiedenen Religionen, die Philosophie und das freie Denken kennen lernen würden.

    In den deutschen Schulen gibt es so einen Unterricht (genannt Ethikunterricht); die Religionsgemeinschaften machen aber Front gegen diese Einrichtung. Sie haben Angst, dass sie dadurch zu viele "Schäfchen" verlieren. Schade! Wo das immerhin der erste Ansatz zu Toleranz und freiem Denken ist.

    Hoffen wir, dass die Vernunft gewinnt!

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