Freitag, 13. Mai 2011

GEGENBEWEGUNG

Scheinbar hat Google Probleme mit einem Server gehabt. Nun gut, ich kenne mich da nicht so gut aus. Aber das hat mir gezeigt wie schnell man abgeknipst werden kann. Und dann? Dann bleiben nur noch die Stammtische. So wie früher.

So schlecht war dies allerdings nicht. Denn auf diese Weise bildeten sich Gruppen in denen man sich persönlich austauschen konnte. Und jetzt kommt mir ein leiser Verdacht auf warum man das Internet toleriert. Und insbesondere auch sehr kritische Blogs usw. Kann es sein, dass die Piratenelite ganz genau weiss, dass sich ohne persönliche Kontakte keine ihnen gefährlichen Gruppen bilden können? Dass sich die Menschen durch die Kommentarfunktionen ihren Frust abreagieren können und dann wieder zur Tagesordnung übergehen?

Alles deutet darauf hin. Bisher ist mir noch keine ernsthafte Gegenbewegung zu den heutigen Betrugssystemen bekannt. Es spielt sich alles in einer virituellen Welt ab. Das gibt mir echt zu Denken und ist besorgniserregend. Ich selbst kann das zwar vielleicht nicht so objektiv betrachten weil ich in Paraguay relativ isoliert lebe. Aber im Internet schreiben alle, man soll aktiver werden, aber ich habe bis jetzt noch nicht viel über dementsprechende Aktionen gelesen. Geschweige denn eine echte, reale Gegenbewegung ausgemacht.

Gut, bei den politischen Parteien sticht immer mal wieder eine Seiteneinsteigerpartei heraus. Durchaus mit einem beachtenswerten Programm. Zum Beispiel die PDV (Partei der Vernunft). Aber eine APO (Ausserparlamentarische Opposition) so wie in den 60er Jahren ist weit und breit nicht auszumachen. Damals haben hauptsächlich die Studenten eine Bewegung zustande gebracht. Aber auch diese haben sich inzwischen in ihre stillen Kämmerlein zurückgezogen um im Internet über die zu hohe Studiengebühr zu weinen. Es gibt auch Foren die von Forenmitgliedern frequentiert werden die keine eigenen Visionen haben und jeden etwas anders denkenden eigentlich für lästig befinden. Sie sind ein starres Meinungsgebilde geworden und drehen sich im Kreise.

Nur noch die Blogs sind interessant weil man da noch taufrische Kommentare vom Stapel lassen kann. Und wenn man eine gewisse Höflichkeit bewahrt werden sogar ausserhalb des Themas meist die Kommentare angenommen. Nur, sich persönlich kennenlernen kann man sich da nur in Ausnahmefällen. Und eine effektive Gegenbewegung lebt von persönlichen Kontakten. Was würden Stadtguerillas machen wenn sie sich nur per Telefon oder über das Internet über eine Aktion verständigen und damit war es dann.

Ich werde mir da etwas Gedanken darüber machen müssen. Auf jeden Fall werde ich dranbleiben und versuchen eine praktische Lösung auszudenken und intuitiv zu erfassen um vielleicht Anstösse und Ideen in diesem Blog veröffentlichen um doch noch eine Gegenbewegung zu provozieren. Oder wenigstens einen kleinen Zündfunken beizutragen. Denn dass man Gruppen bilden muss und ein Gruppenüberbau organisieren muss ist glaube ich so langsam bitter notwendig. Und vor allem lebendige Gruppen und keine bits- und bytesgruppengebilde auf einem Display.

Kommentare:

  1. Nun, Hans

    Du darfst nicht vergessen, die Massen sind übersättigt es gibt eben (sowie Du oft auch anmerkst noch zuviel in den Futtertrögen) und solange das so bleibt, wird sich nicht verändern.

    Es gibt zwar überall auf der Welt Menschen/Gruppen die sich aktiv einbringen aber ob die was bewirken !?!

    Warum z.b. die noch Mittelschicht sich nicht mit den Armen, den H4lern, usw. solidarisiert wird hier gut erklärt:

    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=24896

    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=24895

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  2. @bernd,
    ich kann leider keine Videos abspielen. Die Ladezeit ist viel zu lange. Aber sicher einige von den anderen Lesern. Und das ist wichtig. Aber ich werde mich damit trotzdem beschäftigen und überall herumschnüffeln. Und dann kann ich das bewerten und meine eigenen Schlüsse daraus in meinem Blog einbinden. Gruss Hans

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