Montag, 28. Januar 2013

Rückkehr nach Paraguay

Nun ist es also spruchreif, dass ich ende diesen jahres oder früher wieder nach Paraguay zurückkehre. Die bürokratendiktatur in Deutschland hängt mir schon wieder zum halse heraus. Ich hätte es ja wissen sollen. Aber die sehnsucht nach meinem Stuttgart hat mich halt alle vernunft vergessen lassen. Mit meinem jüngsten Sohn werde ich noch versuchen als Subunternehmer im raum Stuttgart in irgendeiner Branche (Baunebengewerbe, Kurierfahrer) etwas geld zur seite zu bringen. Aber dann stellen wir unsere einsatzkräfte und unsere kreativität wieder in Paraguay zur verfügung. Dort bremst uns keine bürokratie aus. Man muss nur etwas ausserhalb des ballungsgebietes Asunicon wirken.

Werkstattgebäude und überdachte lagermöglichkeiten stehen uns in Paraguay zur genüge zur verfügung. Als erstes werden wir also unseren Holzkohlegross- und einzelhandel wiederbeleben. Dann werde ich meine alten pläne für Fertighausbau und Möbelfabrikation in die realität umsetzen. All dies mit meinem jüngsten Sohn. Später kommen vielleicht noch andere Familienmitglieder dazu. Mein zweitälterster Sohn ist ja schon im letzten Dezember 2012 nach Paraguay zurückgekehrt und baut sich dort jetzt ein Transportunternehmen auf. Da würde sich dann eine zusammenarbeit mit ihm anbieten. Da wir ja mit keinen Banken zusammenarbeiten wollen würden wir auch privates fremdkapital nicht abweisen. Besonders wenn der Kapitalgeber mitarbeiten will. Was man ja auch in Paraguay durch eine eingetragene Kapitalgesellschaft absichern kann.

Man könnte auch eine Genossenschaft gründen die nach dem geldlosen system funktioniert. Nur müsste man da intelligente arbeitsteilung anstreben um auch mit den vorhandenen geldsystemen arbeiten zu können. Totale autarkie wäre natürlich anstrebenswert aber würde sicher nicht in der aufbauphase einer genossenschaft sofort zu realisieren sein. In Paraguay ist es vor allem für handwerker noch möglich sein täglich brot zu verdienen. Natürlich nach einer gewissen anlaufphase. Die könnte man in einer freien Genossenschaft leichter überbrücken.

Landwirte könnten mit nischenprodukten sicher ein auskömmliches leben führen. Hierzu würde ich keine Rinderzucht empfehlen wegen der Diebstähle. Sondern Gemüseanbau und Heilkräuteranbau. Dabei würde ich den Heilkräutern sogar den vorzug geben. Auch das süsskraut Stevia kann durchaus auch angepflanzt werden. Süsstoffabriken die das Süsskraut aufkaufen gibt es jetzt auch im Ursprungsland von Stevia, nämlich Paraguay. Hatte ja lange genug gedauert.

Permakultur muss an paraguayische verhältnisse angepasst werden.  Ich habe da ja früher in meinem blog davon berichtet. Man sollte da durchaus von den Paraguayern und den Japanern in Paraguay einige anbaumethoden abgucken. Man sollte allerdings von kunstdüngern usw absehen. Für stickstoffdünger kann man auch eine Truthahnfarm nebenher aufbauen. Da ist dünger ja ein abfallprodukt in form von kot. Meine Frau und ich haben es fertiggebracht die Truthanaufzucht zu einem ergebnis zu führen. Denn bisher sind die jungen Truthühner immer im hohen masse eingegangen. Wir haben den dreh heraus wie man gesunde Truthahnküken aufpäppelt. Verlust fast null. Man sollte da die futterpflanzen wie Mais selber anpflanzen da die Viecher äusserst verfressen sind. Man sollte auch zwei gehege haben um rotativ in einem gehege das gras nachwachsen zu lassen.  In Paraguay ist ja landwirtschaftliches nutzland nicht unerschwinglich. Truthahnzucht ist wegen der schwierigkeiten in der aufzucht in Paraguay nicht vorhanden aber das fleisch sehr begehrt. Meine Frau und ich haben wie gesagt den dreh heraus wie man die Jungtiere über die runden bringt. Nach zwei, drei monaten sind sie ja sowieso aus der gefahrenzone heraus.

Da ich mich schon seit meiner Jugendzeit mit freier energie beschäftige und ich auch meinen Sohn dazu gewinnen konnte werden wir auch auf diesem gebiet experimente machen. Eine werkstatt haben wir zur verfügung. Fehlen halt noch eine Drehbank und noch ein paar kleinigkeiten. Falls ein funktionierendes gerät zustandekommt wird das patentieren natürlich nicht möglich sein. Aber unter der hand kann man da schon seine unkosten hereinholen. Dies ist mehr ein thema der autarken lebensweise und der ideologie. Man muss die heutige Erdölmacht still und heimlich untergraben. Auch in Paraguay werden da schon initiativen dazu entwickelt. Siehe in meinem vorhergehenden artikel -ENERGIE UND NEUE PHYSIK- den kommentar und den link dazu. Diese dinge werden sich sowieso von den entwicklungsländern ausbreiten. Da sind noch fast keine vorurteile dazu vorhanden.

Es gibt also viel zu tun. PACKEN WIR ES GEMEINSAM AN!
Genossenschaft, Einzelkämpfer, Selbstversorger, autarkes Gebilde. Wichtig ist die freie Einzelentscheidung dabei. Nur so ist Motivation vorhanden!


Kommentare:

  1. Richtig so, gehe dahin wo es für Dich/Euch am besten zu leben ist.......... keine Frage!!

    Aber was ist in ein paar Jahren, wenn Du mal nicht mehr so fit bist oder evt. krankheitsmässig was hast, wie sieht es dann dort aus, bzw. wer/wie/wo kümmert sich um die Alten/Schwachen/Gebrechlichen/Kranken/Behinderten dort, was hast Du da für Pläne/Gedanken/Vorkehrungen getroffen??

    Das es in BRD auch nicht gut um Alte/Kranke und Behinderte bestellt ist brauchen wir ja erst gar nicht zu diskutieren!

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  2. Deutschland ist auf dem Weg zu einem Entwicklungsland wenn das so weiter geht. Alles bricht zusammen. Zuerst die Sozialsysteme. Die Familienbande wird nicht mehr geehrt, ja sogar von oben her geschwächt. In Paraguay hingegen ist der Familienzusammenhalt das Wichtigste. Und ich habe dort Familie.

    Vorkehrungen habe ich insofern getroffen, dass ich ein eigenes Häuschen habe. Mehr kann man kaum tun wenn man Normalbürger ist. Geld zerfällt. Gold ist nicht sicher und kann man nicht essen. Und wenn man in der Not ist verschleudert man es ja doch für ein Butterbrot.

    Nur die Familie ist zuletzt für einen da wenn man in Not ist. Da werden dann alle Streitereien vergessen. Das ist menschlich. Wenigstens unter den Menschen die sich den Anstand nicht austreiben haben lassen. Meine Lebenserfahrung. Und die zählt. Auch wenn ich irgendwann ja doch abdanken muss.

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  3. Immer die grossen Sprüche klopfen und bist immer noch in Deutschland!
    Wieder ein Don Michel der nur Deutschland schlecht redet, weil er selbst der versager ist. Solche Leute braucht Paraguay nicht!

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