Samstag, 23. April 2011

BEZAHLEN EINMAL ANDERS

Was im Kleinen anfängt kann sich ausweiten und plötzlich ist ein neues Miteinander da. Es gibt sie, die Lücken um jemanden für eine Leistung (Dienstleistung) zu belohnen. OHNE DAS GELDSYSTEM ZU FÜTTERN!

Ein Beispiel: Ich habe einmal in einem Kleinbetrieb gearbeitet der mit Gebrauchtwaren handelte. Und da habe ich mir eine Waschmaschine und ein Wohnzimmer ausgesucht und mein Chef hat mir diese Dinge gegeben und im Gegenzug habe ich eben acht Stunden ohne Lohn gearbeitet. Geld blieb heraus und irgendwelche Steuern für das Finanzamt um sie zu missbrauchen (für Kriegshandlungen) wurden so vermieden.

Zweites Beispiel: Eine Frau hilft in einem Privathaushalt mit und lässt sich mit Naturalien wie Lebensmittel, Kleidung, Fachbüchern wenn sie Studentin ist usw. belohnen. Das heisst also nicht bezahlen. Dann kann man logischerweise nicht von Steuerhinterziehung ausgehen. Der Schwarzarbeiterparagraph kann also nicht greifen.

Da wäre ein Motiv für eine regionale Verbindung um auf diese Weise ein nachbarschaftliches Belohnungssystem aufzuziehen. Also kein Tauschhandel und auch kein Punktesystem. Ausserdem kann man dann auch das Prinzip GIB SO WIRD DIR GEGEBEN so nebenher mitziehen. Das heisst, jemand stellt einen Lagerplatz zur Verfügung und jeder bringt seine überflüssigen aber noch brauchbaren Dinge dort hin und jeder kann sich davon nehmen, was er eben braucht. In lockeren Nachbarschaftsverbindungen kann  man so das geldlose System nebenher ausprobieren.

Lieber Leser, vieles in diesem Blog ist widersprüchlich. Dies kommt daher, weil ich an und für sich Neuland betrete. Aber es gibt gewisse Ansätze für die es sich lohnt, dass man auf sie aufmerksam macht. Jeder muss dann selber entscheiden was für ihn in Frage kommt. Ich kann nur Anstösse und Ideen für ein neues Miteinander geben. Sozusagen ein Skelett, das man mit Fleisch, mit Leben ausfüllen sollte.

Es gibt keine Ausrede mehr. Mit meinen Informationen kann man schnell und regional ein geldloses Miteinander ausprobieren. Man braucht nicht einmal seinen Heimatort aufgeben. Innerhalb Stadt und Land zusammen sind sämtliche Voraussetzungen gegeben um ein passendes System zu entwickeln und was noch wichtiger ist endlich einmal anzupacken und auszuprobieren. Seid euch bewusst, WO EIN WILLE IST IST AUCH EIN WEG!

Nehmt vielleicht passende Pflanzen- und Tiernamen aus eurer Heimat als Namen für eure freien Genossenschaften. Gründet keine Vereine mit Vereinssatzungen. Sondern gebt euch ein paar austauschbare Spielregeln und vertraut euch mit der "Handschlagstechnik". Papier zu besudeln ist nicht nötig. Überschlagt auch manchmal meine alten Posts. Ich weiss, so langsam wird es wirklich unübersichtlich. Aber die Grundzüge meiner einfachen  Vorschläge werden immer wieder auftauchen. Für einen Lernprozess sind Wiederholungen durchaus erwünscht. Sie bleiben dann besser im Langzeitgedächtnis verhaften. Und irgendwann werde ich auch meinen Blog abschliessen und jemand, der die Motivation dazu hat und auch die nötige Geduld besitzt kann dann ein Grundwerk daraus basteln. Kopieren ist also erlaubt. Für besonders prägnante Formulierungen von mir kann man ja den Urheber kurz erwähnen. Denn auch ich freue mich über eine gewisse Beachtung. Denn sich unverdient mit fremden Federn zu schmücken ist würdelos.

Meine Arbeit mit der Schreiberei ist purer Idealismus und ich will kein finanzielles Kapital daraus schlagen. Es soll für jedermann kostenlos zur Verfügung stehen. Auch meine drei unbearbeiteten Buchmanuskripte werde ich kostenfrei in das Internet stellen. Sowie ich halt dazu in der Lage bin. Denn ich habe nur bedingte Computerkenntnisse. Und offen gesagt, habe ich immer noch genug zu tun um mein Brot zu verdienen. Auch meine Infrastruktur wie Haus, Garten und Werkstatt muss noch verbessert werden. Ich mache zwar viel selber aber doch muss ich viel teure Dinge dazukaufen. Natürlich auch Baumaterial. Ausserdem habe ich noch einige Projekte im Hinterstübchen und auch da brauche ich noch geldliches Kapital. Und weil ich nicht mit Banken zusammenarbeite sondern nur mit meinen Kindern geht dies halt langsam. Aber dafür kann mir dann keine Schmarotzerbank hineinpfuschen und mein Lebenswerk kaputtmachen oder für ein Butterbrot stehlen.

Dies ist keine Spendenanmache. Ich akzeptiere nur Mithilfe wenn man eine Gruppe nach dem geldlosen Prinzip aufmacht. Und da natürlich auch materielle Spenden wie Grund und Boden, Baumaterial usw. Es muss einer Gemeinschaft zugutekommen. Ich selbst komme auch ohne Spende über die Runden.

Wie würde ich mich über eine Rückmeldung freuen wenn sich endlich ein paar Menschen aufraffen um das  geldlose Miteinander zu praktizieren. Egal für was sie sich entscheiden. Es kommen da ja mehrere Möglichkeiten in Betracht: Regional in seiner heimatlichen Umgebung. Beispielsweise nach Ostdeutschland aussiedeln. Als schwerste Entscheidung das Auswandern. Wichtig ist so langsam eine Bewegung anzustossen. Ein Umdenken zu provozieren. Den Leuten Mut zu machen die noch unschlüssig sind. Denn vorerst könen wir nur eine Minderheit erreichen. Aber das ist genug. Der hundertste Affe wird dann die Befreiung bedeuten.

Macht euch also mit Gleichgesinnten zusammen. Sie werden immer mehr. Und vergeudet eure Kraft nicht um andere zu "missionieren". Ein motivierter Mensch ist für eine Sache so unendlich wichtig. Da wird dann jeder Widerstand fallen, jede schwierige Hürde übersprungen. Irgendwann wird dann auch die Herde nachfolgen wenn sie erkennt, dass man zusammen leicht eine Grundversorgung aufbauen kann. Da braucht es keine staatliche Stütze dazu. Denn reale Beispiele strahlen aus. Arbeitet an den Beispielen.

Kommentare:

  1. 24.04.2011

    Ich glaube auch schon lange, daß man sich vom Geldsystem wenigstens partiell abkoppeln sollte und einmal Dinge tun sollte, die wirklich wertvoll sind ohne daß dabei das Geld im Spiel ist. Denn wir sind einseitig aufs Geld als Wert fixiert. Für mich habe ich die Scholle gefunden, wo ich auf meinen Grundstücken Obst ziehen kann. Allerdings darf ich keinen Zaun bauen in einem Stadtteil von Frankfurt am Main, wo ca. 50 % einkommensschwache Ausländer wohnen. Die grünen Beamten bekämpfen unter heimlicher Mithilfe der Verwaltungsrichter erbittert, daß man sich selbst versorgt, indem sie einen Zaun abreißen lassen wollen.

    Dies zeigt sehr deutlich, daß in unserem Staat die private Selbstversorgung staatlicherseits als legale Schattenwirtschaft bekämpft wird und sowohl die Freiheit des einzelnen Bürgers noch sein Eigentum den Entscheidungsträgern etwas bedeuten, weil unser Moloch von Beamtenstaat daran nicht parasitieren kann. Vgl. auch:

    http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=2328
    http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=1022

    AntwortenLöschen
  2. @ Jürgen Kremser,
    nach meinen Beobachtungen häufen sich diese Dinge in Deutschland. Weltweit wird ja gegen Selbstversorgung gekämpft. Die Waffen dazu: Monokultur, Genpansch, Saatgutpatente usw. Die Gründe dazu brauche ich ja nicht mehr zu erwähnen. Im Kleinen wird obige Taktik angewandt. Die Leser welche meinen Blog verfolgen sind sicher aufgeklärt. In Deutschland ist inzwischen die Kontrolle perfekt.

    Ich bin in unregelmässigen Abständen oft auch für längere Zeit in Deutschland gewesen und habe vorgehabt dort meinen Lebensabend zu geniessen. Letztes Jahr war ich dort, aber auf dem Einwohnermeldeamt hat man mir abgeraten nach Deutschland zurückzukehren. Man stelle sich das vor! (Es war natürlich inoffiziell und sehr freundlich gemeint). Und da habe ich meine rosarote Brille abgenommen und das allgemeine Lebensgefühl der Leute in Deutschland aufgenommen. Fazit: Ich warte noch ein Weilchen mit der Rückkehr bis das Leben dort wieder etwas lustiger wird. Leider!

    Um mir Luft zu verschaffen habe ich meinen Blog eröffnet. Nur leider sehe ich von der Ferne aus wenig Aktionen in kleinem Stil, so wie ich es vorschlage. Aber in manchen Kommentaren werden Verbindungen gesucht. Für Harz-Empfänger sollte doch gemeinsam eine partielle Grundversorgung möglich sein. Auch das Geben und Nehmen. Der Staat braucht dies ja gar nicht zu blicken wenn man es diskret macht. Es ist Notwehr und sind natürlich Übergangslösungen. Denn bald kommt der Arbeitsdienst und dann ist man Vollsklave.

    Da doch lieber jetzt eine geldfreie Gruppe aufbauen. Denn dazu gebe ich ja meine Vorschläge und Anstösse. Hoffentlich verhallt der Ruf nicht ganz. Jedoch steigt meine Leserzahl rapide und das gibt mir Hoffnung.

    AntwortenLöschen